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Fachaufsatz: TAUSENDMAL IST NIX PASSIERT ...

Moderne Transportösen machen vieles einfach besser!

von Dipl.-Ing. Reinhard Smetz

Wenn man beim Messeaufbau aufmerksam durch die Hallen geht, kann man viele improvisierte Transport-Hebevorgänge studieren. Egal in welchem Land, egal für welche Produkte geworben wird, die Bilder gleichen sich überall. Man kann sicherlich davon ausgehen, dass so wie auf den Messen improvisiert wird, auch häufig im Herstellerwerk vorgegangen wird. Daraus resultieren zwangsläufig immer wieder folgenschwere Unfälle und nicht zu vernachlässigen sind die erheblichen Zeitverluste in der gesamten Produktionskette. Die Hauptursache für diesen Missstand sind die fehlenden bzw. mangelhaften Aufhängungen. Der richtige Name in der Fachsprache ist "Anschlagpunkt". Die wenigsten Konstrukteure berücksichtigen bei ihren Konstruktionen, dass praktisch bei jedem einzelnen Element mit einem Einzelgewicht größer 20 kg, eine entsprechende Hebevorrichtung (Anschlagpunkt) vorhanden sein muß. Die europäische Maschinenrichtlinie schreibt dies zwingend vor. Es wird dabei zu wenig berücksichtigt, dass durch das Anbringen von modernen Anschlagpunkten - vom Beginn an - die Anschaffungspreise sehr schnell amortisiert werden können.

fachaufsatz_01.jpgBild 1 zeigt die am häufigsten eingesetzten DIN-580-Ringschrauben. Diese entsprechen in keinster Weise den Anforderungen an derartige Arbeitsmittel. Ringschrauben dürfen nur senkrecht in Einschraubrichtung oder max. Neigungswinkel 45° belastet werden. Die Hebenorm lässt jedoch Belastungen bis zu einem Neigungswinkel bis 60° zu, also sind diese Ringschrauben nicht zulässig. Noch kritischer stellt sich das Drehen und Wenden von Lasten dar, oder wenn sie in 90° zur Einschraubrichtung belastet werden. Auch diese Belastungen sind unzulässig, sie muss verbotener Weise jedoch immer von dem, der die Transportvorgänge vornimmt, durchgeführt werden.

fachaufsatz_02.jpg Bild 2 zeigt Hebevorrichtungen die häufig bei Werkzeug- und Formenbau eingesetzt werden. Diese entsprechen ebenfalls nicht den modernen Aufhängungen wie allseitige Belastbarkeit bei 4-facher Sicherheit. Jeder der derartige Hebevorgänge durchgeführt hat, weis, dass das sichere Anbringen der Anschlagmittel von nur einer Person akrobatisches Handeln voraussetzt. Ein Wenden bzw. Aufstellen oder die Ladungssicherung auf ein Transportfahrzeug mit derartigen Aufhängungen ist unmöglich oder beinhalten ein riesiges Gefahrenpotential.

fachaufsatz_03.jpg Das Bild 3 zeigt zwar einen idealen Zurrpunkt am Transportwagen und ein hochwertiges Zurrmittel, aber an der zu sichernden Maschine muss der Haken verbotenerweise, wegen fehlender Möglichkeiten, in undefinierte Öffnungen eingehängt werden. Der interessierte Betrachter stellt sich bei diesem Bild auch die Frage, wie die Maschine auf dem Spezial-LKW bei fehlendem Gabelstapler gehoben wurde.

fachaufsatz_04.jpg fachaufsatz_05.jpg fachaufsatz_06.jpg Bild 4, 5, 6 lässt ebenfalls die Frage offen, wie die Hebemittel (Anschlagmittel) sicher angelegt werden können und wie das Werkzeug oder die Maschine gedreht und gewendet werden kann. Die Frage der Ladungssicherung bleibt ebenfalls unbefriedigend beantwortet.

fachaufsatz_07.jpg fachaufsatz_08.jpg Selfmade Konstruktionen Bild 7, 8 sind selten dafür geeignet die Anschlagmittel sicher anzulegen um den Hebevorgang durchzuführen.



Ansprüche an moderne Anschlagpunkte:

  • Kein selbstständiges Aushängen der Anschlagmittel
  • 4-fache Sicherheit in allen Richtungen
  • deutliche Tragfähigkeitsangabe
  • auffällige Farbmarkierung
  • universeller Anschluß der unterschiedlichsten Anschlagmittel wie z.B. Haken, Ösen, Rundschlingen u.s.w. - ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Schäkel
  • Ruckfreies Drehen unter voller Belastung
  • Beim Drehen keine Zerstörung der Maschine oder des Anschlagmittels
  • Kleinstmögliche Gewinde und bei schweißbaren Lösungen zusätzlich: einfach auf kleinstem Platz ohne Vorbehandlung anschweißbar.

Die wichtige Aufzählung der Forderungen werden derzeit nur von einem serienmäßigen Anschlagpunkt erfüllt. Die Firma RUD (RUD is good) hat seit 25 Jahren den Gedanken von sicheren Aufhängungen ständig fortgesetzt und liefert derzeit 260 verschiedene, geprüfte Anschlagpunkte, davon 200 Stück in schraubbarer und über 60 Stück in schweißbarer Ausführung.
Die neueste Entwicklung stellt die PowerPoint-Generation dar. Wobei der PowerPoint-Star auch die Forderung nach dem universellen Anschluss erfüllt. Der robuste pinkfarbene Haken ist allseitig kardanartig gelagert. Dadurch können sämtlich gängige Anschlagmittel blitzschnell und sicher eingehängt werden. Der bewusst höher gestaltete Abstand der Pendelachse ermöglicht ein Drehen der Maschinenteile, auch unter 90° zur Einschraubebene, ohne dass die Maschine oder das Anschlagmittel zerstört wird. Die doppelte Kugellagerung garantiert auch in dieser kritischen Belastungsebene ein ruckfreies Drehen unter voller Belastung.
Auf einen kurzen Nenner gebracht "Einer für Alles".

Mit modernen Anschlagpunkten - Kosten sparen!
Dadurch, dass ein nur halb so großes Gewinde als bei einer DIN-580-Ringschraube benötigt wird und durch die Tatsache, dass keine zeitaufwendigen und unsicheren zusätzlichen Hebemittel wie z.B. Schäkel benötigt werden, amortisieren sich diese modernen Anschlagpunkte in Kürze. Der Aspekt Ästhetik - (hässliche Bauweise, der 200 Jahre alten DIN-Ringschraube) darf bei einem anspruchsvollen Konstrukteur und auch beim Verkauf einer Maschine nicht vernachlässigt werden.

fachaufsatz_09.jpgDas Bild 9 zeigt die Universallösung PowerPoint-Star und macht gegenüber Bild 1 deutlich, dass hierbei kein Schäkel für den Anschluß an das Hebeband benötigt wird. Außerdem ist das nicht zulässige Verdrehen von Anschlagmitteln durch die Kugellagerung automatisch verhindert. Die Belastung in 90°-Richtung zur Einschraubebene ist mit voller Tragfähigkeit erlaubt, und bei der DIN 580 Ringschraube absolut verboten.Wie der Transport mit einem Gabelstapler sicher durchgeführt werden kann, ohne dass die kantenempfindlichen Hebebänder über die Zinken der Staplergabeln geführt werden müssen zeigt Bild 10.

fachaufsatz_10.jpgDieses Bild zeigt außerdem den PowerPoint-Star in schweißbarer Ausführung. Dieser kann in 2 bis 3 Minuten an jede Stahlkonstruktion angeschweißt werden ohne die ansonsten aufwendigen Blech-Bolzen - Bolzensicherung und zusätzliche Wirbelhaken-Varianten anbringen zu müssen - und das bei allseitiger Belastbarkeit. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die DIN-Ringschraube und Selfmade-Konstruktionen als Anschlagmittel nicht sicher genug sind, und dass durch die Verwendung von modernen Anschlagpunkten die Anschaffungskosten sehr schnell amortisiert werden. Die Sicherheit in der gesamten Herstell-Logistikkette und die erheblichen Leerzeiten für das Transporthandling werden erheblich optimiert.

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