Meilensteine & Geschichte

1828 erwarben drei Aalener Bürger eine bereits seit 1795 auf der Erlen-Au am Kocher in Aalen bestehende Drahtzug-Einrichtung.

1875 wurde das „Erlau“ genannte Unternehmen in eine (mittlerweile Süddeutschlands älteste) Aktiengesellschaft umgewandelt. Etwa zur selben Zeit, im Jahre 1875, gingen einige Kilometer kocherabwärts Carl Rieger und Friedrich Dietz mit damals 16 Mitarbeitern daran, auf grüner Wiese, heute „Friedensinsel“ genannt, ebenfalls eine „Kettenschmiede und Fabrik von Drahthorden zu Malz, Hopfen- & Zichorien-Darren“ zu gründen.

Bereits 1880 erhielten sie per Ehrenurkunde die „königliche Anerkennung“ für ihre von höchster Qualität gefertigten Kettenerzeugnisse, die vorwiegend in der Landwirtschaft verwendet wurden.

1900 hielt dann das Industriezeitalter Einzug auch bei RUD. Die Schmiede entwickelte sich bereits zur Fabrik: Eine Voith Wasserturbine und die Dampfkraft einer „Lokomobile“ sorgten richtungsweisend für Energie – und die weltweit ersten Versuche mit elektrischer Kettenschweißung waren erfolgreich. Handwerkliche Kettenherstellung am offenen Schmiedefeuer und industrielle Fertigung gingen erstmals Hand in Hand.

Carl Rieger und Friedrich Dietz
Ehrenurkunde
Mitarbeiter der RUD-Betriebsfamilie
Werkgründer und Mitinhaber (r.) Carl Rieger 1818 - 1897 und (l.) Friedrich Dietz 1837 - 1898
Carl Rieger und Friedrich Dietz
Ehrenurkunde
Mitarbeiter der RUD-Betriebsfamilie
Ehrenurkunde für Rieger und Dietz von 1880
Carl Rieger und Friedrich Dietz
Ehrenurkunde
Mitarbeiter der RUD-Betriebsfamilie
Mitarbeiter der RUD-Betriebsfamilie

Als 1910 die erste „Leiterkette“ – damals noch für die Gummibereifung von „Motorkarren, später Automobilen" - hergestellt wurde, kam die in traditioneller Folge vielfältigste und richtungsweisende Ketten-Entwicklung aus Unterkochen.

1925 trat die dritte Generation der Rieger-Familie ins Unternehmen ein (Mitgründer Friedrich Dietz war kinderlos). Werner Rieger erfand 1935 die „Original RUD Spurkette“, die gleichsam als „Mutter aller modernen Schneeketten“ bekannt wurde.

Als zweites Standbein neben der Reifenkette positionierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein Gütekettensektor.

1953 erhielt RUD im Gütekettenbereich die amtliche Erst-Zulassung für hochfeste Ketten und damit das Ranking H1. Es folgten die Erst-Zertifizierungen als Kettenhersteller mit integriertem Qualitäts- und Umweltmanagement-System nach ISO 9001 und ISO 14001.

1955 entstanden die Reifenschutzketten, mit weltweitem Einsatzbedarf zum Schutz der Reifen luftbereifter Arbeitsmaschinen über und unter Tage.

1962 erhielt RUD die Goldmedaille "Industrie in der Landschaft" als Prädikat unseres innovativen Fertigungsstandorts

1972 wurden in rascher Folge eigene produzierende Tochtergesellschaften, Vertriebstöchter und Niederlassungen gegründet. Brasilien war der Anfang, Großbritannien, Schweiz, Österreich, Skandinavien, Frankreich, Spanien und in Übersee USA und Südafrika folgten, wie später auch China und Indien.

1953 - Prüfstempel H1
1968 - Industrie in der Landschaft
1972 - Rundstahlketten nach DIN 5684
Als erster Ketten-Hersteller erhalten wir den Prüfstempel H1 für hochfeste Gütekette
1953 - Prüfstempel H1
1968 - Industrie in der Landschaft
1972 - Rundstahlketten nach DIN 5684
Goldmedaille "Industrie in der Landschaft" als Prädikat unseres innovativen Fertigungsstandorts
1953 - Prüfstempel H1
1968 - Industrie in der Landschaft
1972 - Rundstahlketten nach DIN 5684
Erste amtliche Zulassung zur Herstellung von Rundstahlketten nach DIN 5684

Zum „Hundertjährigen“ im Jahr 1975, mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, gründeten sich zwei gemeinnützige Organisationen: Die Trude-Eipperle-Rieger-Stiftung und die Otto-Rieger-Stiftung. Diese widmen sich der Förderung von Kultur, Wissenschaft und Gemeinsinn – mit stattlichem finanziellen Engagement.

Als langjährig parallel operierendes Wettbewerbsunternehmen (und Herkunftsstätte der RUD Gründer) kam die Erlau AG 1988 in den RUD Unternehmensverbund.

2003 trat mit Dr. Jörg Steffen Rieger Ph.D., Johannes W. Rieger und Florian Rieger die fünfte Generation die Unternehmensführung an. 2006 trat der letzte Sohn, Dr. Benjamin T. Rieger, der Konzernführung bei. An ihrer Spitze steht deren Vater Dr. Hansjörg Rieger.

2006 erhielt RUD als Nr. 1 mit Zulassung für Anschlagketten in Güteklasse 10 nach PAS 1061 und Einzelteile für Anschlagketten in Güteklasse 10 das BG-Prüfzert Label der Berufsgenossenschaften.

2007 Nr. 1 mit Zulassung für ICE-Sondergüte, Güteklasse 12

2009 Zulassung als Luftfahrtbetrieb für Luftfahrtgerät der Bundeswehr

BG-Prüfzert Label
Zulassung für ICE-Sondergüte
Zulassung als Luftfahrtbetrieb
Zulassung für Anschlagketten in Güteklasse 10 nach PAS 1061 und Einzelteile für Anschlagketten in Güteklasse 10
BG-Prüfzert Label
Zulassung für ICE-Sondergüte
Zulassung als Luftfahrtbetrieb
Nr. 1 mit Zulassung für ICE-Sondergüte, Güteklasse 12
BG-Prüfzert Label
Zulassung für ICE-Sondergüte
Zulassung als Luftfahrtbetrieb
Zulassung als Luftfahrtbetrieb für Luftfahrtgerät der Bundeswehr

2014 hat unser RUD Familienkonzern mit ca. 1.700 Mitarbeitern, einem Umsatz von ca. 190 Mio. und mit Standortaktivitäten in mehr als 120 Ländern seinen bisherigen Höchststand an investiver und organisatorischer Spitzenposition als Kettenhersteller erreicht. Ausgezeichnet als „Hidden Champion des 21. Jahrhunderts“ konnten unsere hochmotivierten Teams auch im IT-Bereich herausragend punkten und zusätzlich zum nationalen Softwarepreis „Best in Cloud 2013“ auch den international renommierten „Cloud Champions Award“, überreicht durch Boxweltmeister Wladimir Klitschko, erringen.

Äußeres Zeichen für eine weiterhin kraftvolle Weiterentwicklung – auch im Blick auf 2015 als Jahr des 140-jährigen Jubiläums – ist der 2013 begonnene und nunmehr abgeschlossene Neubau der größten Fertigungshalle mit 4.300 qm Gesamtfläche und einem Investitionsvolumen von ca. 10 Mio. Euro.

2015 feierte RUD sein 140-jähriges Firmenbestehen mit einem Familientag. Nach einem vorgeschalteten VIP-Empfang, zu dem RUD-Chef Dr. Hansjörg Rieger die zahlreich erschienenen Repräsentanten des öffentlichen Lebens der Region begrüßte, hieß es „Start frei“ für einen nie erlebten Teilnehmerrekord - bei dem die RUD-Pforte mehr als 3.000 Besucher zählte.

Germanischer Lloyd Zulassungen: 

  • Ketten und Kettenzubehör zum Heben, Zurren und Schleppen
  • Schweißen von schiffbaulichen Konstruktionen
  • Schweißen von wehrtechnischem Gerät

Materialprüfanstalt Universität Karlsruhe

  • Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN 18800-7 Klasse E