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Wartung der Hebezeugketten

Bei allen Wartungsarbeiten sind die gültigen Unfallverhütungsvorschriften, sowie die Festlegungen der DIN EN 818-7 und der DIN 685 Teil 5 zu beachten. Ebenso sind die vom Hersteller der Hubeinrichtung vorgeschriebenen Montage-, De- und Remontage-, Inbetriebnahme-, Betriebs- und Instandhaltungsbedingungen einzuhalten.

Durch regelmäßige Schmierung der Rundstahlkette kann eine 15-20-fach höhere Lastspielzahl als mit einer trockenen, ungeschmierten Kette erzielt werden. Wir empfehlen, die Ketten vor der Inbetriebnahme auf ihrer gesamten Länge zu schmieren. Es ist darauf zu achten, dass alle Kettenglieder geschmiert werden. Es darf kein Kettenglied übersehen werden, da dies zu vorzeitigem Verschleiß führen könnte. 

Beim Schmieren der Hebezeugketten ist darauf zu achten, dass das Schmiermittel in die verschleißbeanspruchten Kettengelenke eindringt. Besonders sorgfältig müssen Umschaltglieder geschmiert werden. Umschaltglieder sind die Kettenglieder, die bei konstantem Hubweg beim Umschalten von der Hub- in die Senkbewegung auf, bzw. unmittelbar am Einlauf der Antriebs- und Umlenkräder zum Stehen kommen. Diese Kettenglieder werden durch dynamische Schwingungen besonders stark belastet und müssen deshalb in kurzen Zeitabständen sorgfältig geschmiert werden. Die Auswahl eines geeigneten Schmiermittels ist abhängig vom Einsatzort und den vorliegenden Umgebungsbedingungen. Eine entsprechende Schmiermittelempfehlung kann bei RUD angefragt werden.

Die Kette für Hebezeuge muss gemäß der Festlegung nach DIN 685 Teil 5, bzw. den gültigen Unfallverhütungsvorschriften (UVV) in regelmäßigen Abständen, jedoch mindestens einmal jährlich geprüft werden. Mit steigender Einsatzhäufigkeit, bei Auftreten von Verschleiß, Korrosion, Hitzeeinwirkungen und erhöhter Störanfälligkeit, müssen die Prüfintervalle verkürzt und den vorliegenden Betriebsbedingungen angepasst werden. Solange keine Erfahrungswerte zum Verschleißverhalten unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen vorliegen, muss bei jedem Nachschmieren der Kette auch eine Prüfung erfolgen. Die Prüfung erstreckt sich auf die Feststellung von äußeren Fehlern, Verformungen, Anrissen, Verschleiß und Korrosionsnarben.  Bei der Prüfung müssen die Ketten in ihrer gesamten Länge besichtigt werden, auch die verdeckt liegenden Teile. Wenn die Hubeinrichtung häufig mit einem konstanten Hubweg gefahren wird, bzw. wenn häufig im gleichen Bereich von der Aufwärts- in die Abwärtsbewegung gefahren wird, dann muss dieser Umschaltbereich besonders gründlich geprüft und geschmiert werden. Gemeinsam mit der Kette sind auch die Räder, Kettenführungen und Befestigungsteile auf Beschädigungen, Korrosion oder ungewöhnliche Verschleißstellen, o.ä. zu überprüfen. Dabei ist besonderes Augenmerk auf den Zustand der Verschraubungs- und Sicherungsteile zu richten. Festgestellte Mängel sind umgehend zu beheben.

Die Hebezeugkette muss ausgewechselt werden, wenn der gemittelte Drahtdurchmesser dm an irgendeiner Stelle des Kettengliedes durch Verschleiß um mehr als 10 % der Nenndicke abgenommen hat. Gemittelter Drahtdurchmesser dm= (d1+d2): 2< = 0,9d, wobei der gemittelte Drahtdurchmesser dm aus zwei um 90° verdreht zueinander gemessenen Einzelwerten d1 und d2 errechnet wird. Die Kette muss ausgetauscht werden, wenn sich ein einzelnes Kettenglied bleibend gedehnt, oder wenn sich die innere Teilung t des Einzelgliedes durch Verschleiß um mehr als 5 % vergrößert hat. Weiterhin muss die Kette ausgewechselt werden, wenn sich bei einer Messstrecke über 11 Kettengliedern die innere Teilung 11t durch Verschleiß um mehr als 2 % vergrößert hat.

Speziell entwickelt für den Praktiker - zum schnellen Erkennen der Ablegereife über Außenmessung 11t + 2d
• bei Teilungsvergrößerung durch Verschleiß oder Verzug
• Messung am belasteten Kettenstrang möglich
• Messvorrichtung mit einfachem Aufbau
• Leichte Handhabung

Die Mess­vor­richtung ist auf die verschiedenen Hebezeugtypen eines Her­­stellers – nationaler sowie internatio­naler Fabrikate – abgestimmt und bestimmt die Ablegereife.

Die Kettenjustierung ist regelmäßig zu kontrollieren, besonders während der Einlaufphase von neuen Ketten und/oder bei großen Schlaufenlängen. Es darf nur so stark vorgespannt werden, wie für einen einwandfreien Kettenlauf bei normalen Betriebszuständen erforderlich ist. Bei Mehrstranganlagen muss die Vorspannkraft aller Kettenstränge gleich sein. Unnötig hohe Vorspannkraft verkürzt die Lebensdauer.

Platzsparende, recycelbare Verpackung für alle RUD Hebezeug- und Industrieketten.

Einwegverpackung RUD 1: 80 x 60 x 55 cm
Einwegverpackung RUD 2: 80 x 60 x 75 cm

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Berechnung der Kettennenndicke

Berechnung der Kettennenndicke

Für motorisch angetriebene Hebezeuge in der Industrie oder Bühnentechnik DIN EN 818-7